Jugendarbeit in Thüringen

Verantwortlich für die Jugendarbeit in Thüringen:
Juliane Butzert-Müller - Obfrau für Jugendarbeit

Jugendfreizeit in Thüringen



 

11. Juniorcamp 2017, eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Am 09.06.2017 war es soweit, in dem kleinen Dorf Tiefenort, idyllisch im westlichen Teil des Thüringer Waldes gelegen, fand das nunmehr 11. Juniorcamp des Landesverbandes Thüringen statt.Dieses, im ganzen Bundesgebiet einmalige Event wurde hauptsächlich von der Teckelgruppe Fürstenhagen / Eichsfeld des Landesverbandes Thüringen organisiert und finanziert. Nachdem eine Vielzahl von fleißigen Helfern bereits am Donnerstag alle Vorbereitungen wie das Aufstellen des Getränke- und Kühlwagens, Einkaufen und Rasen mähen erledigt hatten, reisten schon am Freitagnachmittag die 25 Kinder und Jugendlichen mit ihren Teckeln aus allen Teilen Deutschlands an, um ihre Zelte rund um die urige Jagdhütte in Tiefenort aufzuschlagen. Nach dem Aufbau der Zelte und der Anmeldung der Kinder mit ihren Hunden wurde die gesamte Mannschaft gegen 19:00 Uhr von Juliane Butzert – Müller, der Obfrau für Jugendarbeit, offiziell begrüßt. Nach dem Klären aller Formalitäten und „wer schläft wo“, ging es gegen 19:30 Uhr auf zur Abendwanderung durch den herrlichen Thüringer Wald. Doch plötzlich verschwand die abendliche Sonne und der Himmel verdunkelte sich. Gewitterwolken zogen auf und scheuten sich nicht sich über Tiefenort zu entladen. Es stürmte und schüttete wie aus Eimern. Fast wieder an der Jagdhütte angekommen, retteten sich die pitsch- patsch- nassen Kinder in die, vom Kamin angeheizte, Grillhütte, während die Erwachsenen versuchten die Zelte gegen den Sturm zu verteidigen.Als das Unwetter schließlich vorbei war, die Kinder ihre Sachen über dem Feuer getrocknet hatten und die Erwachsenen abgekämpft letzte kleine Schäden beseitigten, klang der erste Abend gemütlich am gemeinsamen Lagerfeuer mit Grill aus. Der nächste Tag ließ nicht lange auf sich warten. Pünktlich am Samstag um 07:00 Uhr war Aufstehen angesagt und es ging zur Morgentoilette ans Tröpfelsbörnchen, einer Quelle im Wald.Nach einem reichhaltigen Frühstück, für Vier- und Zweibeiner machten sich die Helfer dann ans Aufräumen. Währenddessen spielten die Kinder Fußball, versuchten ihr Glück mit dem Losen bei der Tombola, übten mit ihrem Hund für bevorstehende Wettkämpfe oder erkundeten die umliegende Natur. So hatte jedes Kind, auch außerhalb der Veranstaltungen, immer wieder Zeit sich mit sich selbst oder mit anderen beschäftigen.Gegen 10:00 Uhr wurde die ganze Rasselbande dann in 5 Gruppen eingeteilt und auf 5 Stationen verteilt. Hier bekamen die Kinder Interessantes über Natur und Wald vermittelt, lernten erste Fertigkeiten bei der 1. Hilfe am Hund oder konnten in einem Quiz ihr Wissen rund um den Teckel und das Juniorcamps unter Beweis stellen. An anderen Stationen wurden die Kinder kreativ und bastelten Windlichter und Vorratsgläser mit Dackelmotiven. Da natürlich der Hund bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt steht, sollte das Juniohandling nicht zu kurz kommen und die Kinder lernten unter professioneller Anleitung von Isabel Klügl ihren Hund im Ring richtig zu präsentiren und ihn zu führen. Nach dem Mittag stand dann der Tag ganz unter dem Zeichen von Jagd und Natur- und so wurde der Wald zum Lernort.Beim Wandern wurde den Kindern durch erfahrene Förster und Jäger spielerisch Wissen über die heimische Flora und Fauna vermittelt. Untermalt wurde dies immer wieder durch verschiedene klangvolle und traditionelle Jagdhornsignale. Unterwegs wurden mit den Hunden auch immer wieder, der nicht nur bei der Jagd so wichtige Gehorsam und die Unterordnung, geübt. Wer es sich und seinem Hund zu traute, konnte an diesem Tag auch erste Prüfungen, wie Wassertest und Schussfestigkeit, mit seinem Teckel absolvieren. Angekommen an einer kleinen Jagdhütte im Wald, gab es dann zur Belohnung und zur Stärkung für den Rückweg ein üppiges Buffet mit Kaffee und Kuchen.Erschöpft vom Lernen und der vielen Bewegung in der Natur, fanden sich gegen 18:30 Uhr alle beim gemeinsamen Abendessen an der Grillhütte wieder ein und ließen den Tag am Lagerfeuer Revue passieren.Am Sonntag starteten dann nach dem Frühstück und der Morgentoilette am Tröpfelsbörnchen die „Dackelwettkämpfe“.Beim Dackelrennen und Hindernislauf konnten die Hunde mit ihren Herrchen/ Frauchen zeigen, was in ihnen steckte. Mit fliegenden Ohren fegten die kleinen Pfoten über die Hindernisse bis sie schließlich über die Ziellinie flogen.Selbstverständlich sollten die besten Hunde für ihre Leistung auch prämiert werden. So wurden die ersten drei Plätze mit einer Trophäe in Form eines liebevoll gefertigten Holzdackels ausgezeichnet.Für die Mühen und Anstrengungen sollte natürlich keiner leer ausgehen. Mit Geschenken wie Rucksäcken, Kalendern und Stiften wurden auch die anderen Plätze gebührend belohnt.Eine wichtige Intention des Juniorcamps soll es nämlich sein, dass die Kinder lernen, nicht immer der Beste sein zu müssen, sondern vielmehr soll der Spaß und das Miteinander im Vordergrund stehen.Nach der Siegerehrung und dem letzten gemeinsamen Mittagessen wurden dann alle Teilnehmer offiziell verabschiedet, die Zelte wurden wieder abgebaut und der Platz rund um die Jagdhütte für das nächste Jahr wieder aufgeräumt.Die Teckelgruppe Fürstenhagen/ Eichsfeld und der Landesverband Thüringen bedankt sich noch einmal bei allen Helfern, Organisatoren und Unterstützern, die zum Gelingen des 11. Juniorcamps beigetragen haben. Sei es in Form von Spenden, körperlichem Einsatz oder bei der Betreuung der Kinder. Ohne die Hingabe dieser Leute wäre so eine perfekt organisierte Veranstaltung nicht möglich gewesen. Hierfür ein riesengroßes und herzliches Dankeschön!!Mit wenigen Worten möchte ich das Juniorcamp 2017 noch einmal zusammenfassen: „Es ist eine Veranstaltung mit viel Herzlichkeit und Charme!“ Ich denke, mehr muss man dazu nicht sagen.

Marcel Krüger

Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Landesverband Thüringen

 

10. Juniorcamp im Juni 2016 an der Jägerhütte in Tiefenort- Eine Erfolgsgeschichte

Die Begründer des Juniorcamps in Thüringen sind Tosca und Ulrich Faber aus Tiefenort. Sie organisierten im Jahr 2007 das erste Camp mit 22 Kindern und Jugendlichen und nur einer Handvoll Helfern an der Jägerhütte in Tiefenort. Die Kinder waren mindestens ebenso begeistert- damals wie heute.
In diesem Jahr gab es 33 Kinder und Jugendliche im Juniorcamp- im Jahr 2012 organisierten wir ein Camp mit 42 Kindern und Jugendlichen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Qualität des Camps deutlich besser ist, wenn die Teilnehmerzahl zwischen 25 und 30 liegt.
Seit Anfang des Jahres 2016 lagen mir bereits 30 Anmeldungen vor. Wir haben jedoch angesichts der großen Helferanzahl (ca. 45 Leute insgesamt über das Wochenende vor Ort- nur so war ein reibungsloser Ablauf des Camps sicher zu gewährleisten) insgesamt 33 Kinder im Alter zwischen 4 und 16 Jahren, sowie deren eigene (oder ausgeliehene) Hunde aufgenommen.
Es gab im Vorfeld viel Diskussionsstoff unter uns Organisatoren, unter anderem über die abgesagte Bundesjugendfreizeit des DTK. Über die Gründe kann man viel spekulieren. Wir denken, dass der Erfolg unserer Freizeit in Thüringen darin begründet liegt, dass es über 9 Jahre gewachsene Strukturen sind, auf denen unser Camp beruht.
Was uns besonders wichtig ist:Erst wird der Hund von den Kindern gefüttert und versorgt, dann wird den Kindern von den Helferinnen und Helfern das Frühstück serviert und erst danach setzen sich die Helferinnen und Helfer selbst an den Frühstückstisch.
Wir erheben übrigens nach wie vor keine Teilnehmergebühr von den Kindern und finanzieren uns ausschließlich durch Spenden (DTK, DTK- Gruppen bzw. -Mitglieder, der Landesverband Thüringen, Eltern, Freunde, Sponsoren usw.) Es ist uns auch sehr wichtig, dass auch Kinder, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, einen Teckel zu halten, ein Wochenende mit einem geliebten Vierbeiner erleben können. Wir haben u.a. seit 6 Jahren Kinder aus der ortsansässigen Familienwohngruppe als Teilnehmer mit dabei.
Die Ziele unserer Freizeit sind es, Kinder an Hund, Wald und Natur heranzuführen und ein wertschätzendes, verständnisvolles und achtsames Miteinander zu leben.
Unser Erfolgsrezept: Begeisterung, Geduld, Ausdauer und viel Herz.
In diesem Jahr stiftete der DTK für alle Teilnehmer T- Shirts mit einem von Joana Krietzsch entworfenen Logo darauf, welches die Kindern mit einem Pfötchenabdruck ihres Hundes verzierten- vielen lieben Dank dafür, die Kinder haben sich sehr darüber gefreut!
Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer des Juniorcamps! Es ist mir jedes Jahr eine große Freude, mit Euch dieses Wochenende zu gestalten!

Juliane Butzert- Müller, Obfrau für Jugendarbeit des Landesverbandes Thüringen

Erfahrungsberichte…Seit dem ich Fünf bin, habe ich so gut wie jedes Jahr das Juniorcamp in Thüringen besucht. Obwohl ich nicht aus Thüringen komme, wurde ich jedes Jahr vom Landesverband eingeladen und herzlich empfangen.
Einmal im Jahr andere Dackel (und auch andere Hunderassen) mit Kindern zu treffen und etwas zu unternehmen, war immer ein schönes Erlebnis. Vor allem die Spaziergänge, Nachtwanderungen und das Dackelrennen haben mir sehr Spaß gemacht, obwohl mein Hund bei dem Rennen nicht wirklich Lust hatte. Woran ich mich noch gut erinnern kann war, als wir die T-Shirts mit Hundepfoten gestaltet haben. Schön ist es, dass auch Kinder ohne eigenen Hund aufgenommen werden, um die Dackel kennen zu lernen.
Ich möchte mich für 10 Jahre Juniorcamp und das Engagement von Ihnen bedanken und wünsche mir, dass es noch viele Jahre so weitergeht, vielleicht auch noch mit mir als Helferin.

Isabel Klügl, 12 Jahre aus Hessen

„So geht Jugendarbeit“ – und deshalb macht es jedes Jahr wieder aufs Neue Spaß, eine lange Wegstrecke zum DTK- Landesverband Thüringen in Kauf zu nehmen.
Am Juniorcamp in Thüringen schätze ich besonders das Engagement des Teams rund um Juliane Butzert-Müller. Ich habe den Eindruck, die Erwachsenen haben zwischenzeitlich genauso viel Spaß wie auch die Kinder und Jugendlichen. Ich erlebe ein unbeschwertes harmonisches Zusammensein. Vermittelt wird ein breites Spektrum rund um den Dackel in freier Natur. Es wird wahrlich keine Mühe gescheut -über das Legen von Schweißfährten, Vermittlung von Kenntnissen zur Hundeerziehung rund um den Dackel, Hindernisläufe, Wanderungen, Spaziergänge und das Basteln schöner Erinnerungen-, die Akteure lassen sich immer etwas Besonders einfallen – und die Kinder sind begeistert.

Ich hoffe, dass die Organisatoren und Helfer nicht nachlassen, sich für unsere Kinder zu engagieren – vielleicht ergeben sich daraus ja noch weitere Ideen, die Jugendarbeit im DTK über das Juniorhandling hinaus zu entwickeln.

Heidrun Odenweller-Klügl aus dem LV-Hessen

Bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Thüringen des DTK hörte ich zum ersten Mal vom Juniorcamp in Tiefenort.
Nach einer gezeigten DVD vom vergangenen Jahr wuchs in mir der Wunsch, als Helfer dabei mitzuwirken. Ich sprach noch in der Pause die Obfrau für Jugendarbeit an, ob es möglich wäre mich bei dem nächsten Juniorcamp als Helfer einzusetzen. Frau Butzert- Müller freute sich über mein Interesse und sagte mir auch gleich die Teilnahme zu.
Zu Hause sprach ich mit meiner Frau darüber, die auch gleich begeistert war. Da sie von Beruf Krankenschwester ist und an dem Wochenende frei hatte, nahmen wir noch am Abend Kontakt mit Frau Butzert- Müller auf, ob sie als Sanitäter fungieren könnte. Auch diesem wurde freudig zugestimmt. Einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Juniorcamps trafen sich alle Helfer zum gemeinsamen Aufbau des Zeltlagers. Schon hier merkten meine Frau und ich, was das für eine dufte Gruppe ist. Wir fühlten uns sofort wohl und wurden auch gleich voll integriert.
Als dann einen Tag später die Kinder mit ihren Hunden zu uns stießen, war das sofort wie eine große Familie. Bei Sport, Wissenstest, Basteln, dem Handling mit dem Hund und natürlich Spiel kam den ganzen Tag keine Langeweile auf.
Was uns sofort aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass, obwohl jeder Helfer für seinen Bereich eingesetzt war, dieser auch anderen Gruppen oder im Lagerdienst ausgeholfen hat- eben wie in einer großen Familie. Meine Frau und ich haben uns, ohne überlegen zu müssen, für das nächste Juniorcamp wieder als Helfer zur Verfügung gestellt. Noch schöner ist es für uns, dass wir unser zwei Enkel mitbringen können. Wie wir unser Teckeldame "Cleo von der Dachswandquelle" unter den Beiden aufteilen, wird noch eine Herausforderung sein.

Jürgen und Marina Büchner, LV Thüringen